:: Brandschutz Allgemein : Haftungsrisiken

Allgemein gilt im Zivilrecht der Grundsatz, dass derjenige, welcher eine Gefahrenquelle schafft, auch die notwendigen Vorkehrungen zum Schutz Dritter realisieren muss.

Dem Hausträger obliegt es durch organisatorische Maßnahmen, Besucher und das Personal in bezug auf vorhersehbare Gefahren zu schützen.

Unabhängig von der zivilrechtlichen Haftung ist auch eine mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeit zu berücksichtigen, welche die Leiter des Hauses bzw. den zuständigen Brandschutzbeauftragten treffen kann. Werden zwingende Brandschutzvorschriften nicht beachtet, kommt im Brand- bzw. Unglücksfall auch eine strafrechtliche Verantwortlichkeit wegen fahrlässiger Körperverletzung bzw. fahrlässiger Tötung in Betracht
(§§ 230,222 StGB).

Die Abdeckung der Schäden durch die Versicherung des Hausträgers ist nicht sichergestellt. Denn verletzt das versicherte Haus grob fahrlässig bestehende Sicherheitsvorschriften entfällt in der Regel die Entschädigungspflicht des Versicherers.

Die Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche der Betroffenen treffen in erster Linie den Hausträger. Darüber hinaus können wegen eines Organisationsverschuldens im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes allerdings auch der Geschäftsführer sowie der zuständige Brandschutzbeauftragte persönlich haften.

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